10.9.2018, Olten


SKOS-Forum/Städteinitiative-Tagung der Leitenden Angestellten: Fallbelastung in der Sozialhilfe

Wieviel Dossiers können bewältigt werden und inwiefern sind Fall- und Ressourcensteuerungsmodelle sinnvoll und hilfreich?

Wie viele Fälle können mit einer 100%-Stelle bewältigt werden? Diese Frage beschäftigt viele Sozialdienste. Die SKOS und die Städteinitiative Sozialpolitik bieten deshalb gemeinsam eine Tagung zu diesem vielschichtigen Thema an.

Im letzten Herbst hat die Stadt Winterthur eine Studie präsentiert, die aufzeigt, dass mit weniger Dossiers pro Stelle die Ablösung aus der Sozialhilfe schneller gelingen kann und sich eine Investition in Fachpersonal somit auch wirtschaftlich lohnt. In diesem Zusammenhang stellen sich verschiedene Fragen: Welches Verhältnis zwischen zu bearbeitenden Dossiers und eingesetzten Zeitressourcen führt dazu, dass sich die Situation der Adressatinnen und Adressaten verbessert und sie nachhaltig von der Sozialhilfe abgelöst werden können?

Sind Fall- oder Ressourcensteuerungsmodelle nützlich oder gar unabdingbar? Lassen sich die verschiedenen Modelle miteinander vergleichen? Diesen Fragen gehen wir an der Tagung nach. Im Zentrum der Diskussion stehen dabei aktuelle praktische Erfahrungen verschiedener Sozialdienste im Umgang mit der Fallbelastung. Sie werden ergänzt durch die Präsentation der Ergebnisse der in Winterthur durchgeführten Studie.

Programm




Präsentationen




24.5.2018, Liestal


SKOS-Mitgliederversammlung: Existenzsicherung für Personen über 50

Immer häufiger scheiden ältere Arbeitnehmende aus dem Erwerbsleben aus und bleiben auf Dauer ohne Anstellung. Viele sind in der Folge auf die Unterstützung der Sozialhilfe angewiesen. Zwischen 2009 und 2016 ist die Zahl der Betroffenen um über 62 Prozent gestiegen. Im einzelnen Fall ein Drama, in der gesellschaftlichen Dimension eine besorgniserregende Entwicklung. Die Sozialhilfe kann dieses Problem nicht alleine bewältigen.

Für über 50-Jährige muss die Sozialhilfe heute faktisch die Rolle einer Rente übernehmen. Das ist weder für die Betroffenen eine gute Lösung noch ist die Sozialhilfe dafür ausgelegt. Generell führt der heutige Zustand dazu, dass die Kosten der Langzeitarbeitslosigkeit älterer Personen aus der Sozialversicherung ausgelagert werden und vollumfänglich von den Gemeinden und Kantonen im Rahmen der Sozialhilfe getragen werden müssen. Politik und Wirtschaft sind hier gefordert, Lösungen zu finden

Die SKOS ist der Meinung, dass Personen, die erst in den letzten Berufsjahren arbeitslos werden, andere Möglichkeiten zur Existenzsicherung haben sollten als die Sozialhilfe.

Programm




Präsentationen



22.3.2018, Biel


Nationale Tagung Biel: Ermessen in der Sozialhilfe - Spielräume sinnvoll nutzen

Das Leitprinzip der Individualisierung verlangt, dass Hilfeleistungen jedem einzelnen Fall angepasst sind und sowohl den Zielen der Sozialhilfe im Allgemeinen als auch den Bedürfnissen der betroffenen Person im Besonderen entsprechen. Der Entscheid über die Hilfeleistung und über die Art der Hilfe richtet sich nach der jeweiligen Gesetzgebung, die in der Regel einer professionellen Beurteilung einen gewissen Handlungsspielraum einräumt. Dieses Prinzip wird im Recht «Ermessen» genannt. Ermessensnormen (z.B. «kann»-Formulierungen im Gesetz) erlauben ein flexibles Handeln der Fachleute und Behörden sowie ein hohes Mass an Einzelfallgerechtigkeit. Die Anwendung des Handlungsspielraums bzw. Ermessens erfordert im Alltag eine hohe Professionalität und ein berufliches Selbstverständnis.

Programm




Präsentationen



Präsentationen Workshops